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Wo Kunst und Wissenschaft im Keller ist, da kehre Du nicht ein! Wo rein Natur der Rebensaft, da Drink und Kaufe ein!Dieser Spruch ist nicht irgendeinem "Bio-buch" entnommen, sondern steht in Stein gemeißelt am Eingangsportal zu meinem Elternhaus. Es ist leider nicht mehr bekannt, wann genau der Eingang umgestaltet worden ist, sicherlich aber im vorletzten Jahrhundert. Früher war das Haus "Am oberen Tor 4 1/2" mit einem Torbogen für das Einbringen der Ernte mit den Pferdekutschen versehen. Meine Großeltern hatten mir noch erzählt, dass wir früher noch Schweine, Ziegen und Hühner im Haus gehabt haben. Unvorstellbar für mich. Zu meiner Kindheit gab es schon längst keine "Haustiere" mehr.

Elternhaus

Das Haus wurde laut Inschrift im Stein im Jahr 1546 erbaut, wurde im Laufe der Jahrhunderte sicherlich öfters geändert, sozusagen modernisiert. Auch wurde der Platz vor dem Haus öfters mal umgestaltet: Früher war mal ein Brunnen da, der aber schon früh einem Gedenkstein weichen musste. Wann genau der Weinbau bei uns in der Familie begonnen hat, ist leider nicht überliefert.

Meine Oma war jedenfalls eine geborene "Engel". Ein Onkel meiner Oma Eva hat herausgefunden, dass wir scheinbar aus England kommen, die "Engeländer". Über mehrere Stationen wurden wir schließlich in Frickenhausen sesshaft. Auch jetzt noch gibt es einige "Engel" in Frickenhausen. Es ist sehr spannend, in der Familiengeschichte zu forschen. Ich werde jedenfalls versuchen, die Wurzeln des Weinbaus in unserer Familie näher zu verstehen.

WeinbauerAls Kind bin ich schon mit dem Weinbau aufgewachsen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich so als Jugendlicher bei den Weinbergsarbeiten geholfen habe. Auch wenn zurückblickend alles natürlich ein bisschen rosiger erscheint, bin ich mir doch sicher, dass mir das alles sehr viel Spaß gemacht hat. Wieso ich damals nicht den Weinbau zum Beruf gemacht habe, kann ich leider nicht mehr nachvollziehen.

Über einige Stationen bin ich jetzt wieder zurück in Frickenhausen und bin Stolz darauf, die Familientradition weiterzuführen. Dies ist heutzutage sicherlich nicht selbstverständlich. Mir jedenfalls macht die Arbeit im Weinberg großen Spaß.